Die Aufgaben
des Großfalls gehen über das
Setzen des Segels weit hinaus. Mit der sich aus der
Großfallspannung ergebenden Vorliekspannung wird
sowohl die Profiltiefe, als auch die Anschnittkante
des Segels beeinflußt. Beim Setzen des Segels
wird das Fall so stark durchgesetzt, daß sich
eine leichte Falte parallel zum Vorliek bildet. Diese
Falte wird beim Dichtholen der Großschot verschwinden.
Das Vorliek sollte auf keinen Fall zwischen den Mastrutschern
durchhängen. Wird das Fall von dieser Grundeinstellung
aus stärker durch-gesetzt, so wandert der Profilschwerpunkt
weiter nach vorne. Das Optimum liegt zwischen 35% und
45%. Der Profilschwerpunkt soll bei zunehmendem Wind
weiter nach vorne wandern. Entsprechend muß das
Großfall bei zunehmendem Wind immer stärker
durchgesetzt werden. Gleichzeitig wird die Anschnittkante
des Segels runder. Beim Segeln raumschots und vor dem
Wind bildet sich eine Falte parallel zum Vorliek. Um
dies zu verhindern, sollte das Fall auf solchen Kursen
so weit gefiert werden, bis die Falte verschwunden
ist. Vor dem Anluven wird das Fall wieder durchgesetzt.
Um diesen Vorgang zu vereinfachen, ist es ratsam, sich
eine Cunningham-Kausch in das Segel einbauen zu lassen.
Mit Hilfe des Falls und (oder) des Cunninghams wird
die Spannung des Vorlieks verändert: Eine hohe
Spannung bewegt den „Bauch“, also die
größte Profiltiefe zum Mast hin, eine
geringere nach achtern. Gleichzeitig wird mit einer
hohen Spannung die Anschnittkante des Profils vorn
runder.