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    Konstruktion  
  Verwendet man beispielsweise für Kette und Schuß gleiche Garndurchmesser, entsteht ein besonders dichtes Gewebe mit ausgeglichenen Eigenschaften, wie es für Spinnaker oder Genuas häufig verwendet wird. Für Segel mit großer Streckung („High-Aspect-Segel“ mit langem Vorliek und kurzem Unterliek wie Großsegel oder S-Focken) werden „schuß- orientierte“ Tuche mit besonders dicken, festen und dehnungsarmen Schußfäden verwendet.  
     
 
Aufbau des Tuches
  Die Kettfäden umschlingen die Schußfäden. Deshalb geben sie konstruktiv bedingt unter Belastung mehr nach als die geraden Fäden des Schußes. Da beim Horizontalschnitt die Schußfäden der meisten Tuchbahnen günstig in Richtung der Lastrichtungen liegen, sind Segel dieser Schnittart so häufig.  
     
    Qualitätsunterschiede  
  Gute Tuche zeichnen sich durch enge Zwischen-räume zwischen den Fäden aus. Solche Gewebe sind teuer, da der Zeitaufwand zur Herstellung erheblich größer ist als der von Tuchen, die mit weniger Fäden auskommen. Der Qualitäts-unterschied läßt sich kaum auf den ersten Blick erkennen. Er zeigt sich aber spätestens nach zwei bis drei Jahren, wenn das Segel seine Form verloren hat.  
     
 
    Weitere Vorteile  
  Dichtere Gewebe haben noch einen anderen großen Vorteil: Sie kommen mit weniger Be-schichtung aus: Harze, die das Tuch in Dia-gonalrichtung dehnungsärmer machen und außerdem luftundurchlässiger. Diese Beschicht-ung hat aber nur eine begrenzte Lebensdauer und macht das Tuch unhandlich steif und empfindlich gegen Knickbeanspruchung.